Alltag in Malabon - Projektgruppe Malabon und Dritte Welt e.V. D-52531 Übach-Palenberg

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Alltag in Malabon

Alltag in Malabon

Die Situation in Malabon:

Malabon liegt im Nord-Westen der Metro Manila an der Manila Bay, damit im Einzugsbereich der Gezei-
ten, die das tägliche Leben vieler  Menschen beein-trächtigen. Zweimal täglich werden immer wieder ganze Straßenzüge überflutet. Die Regenzeit (Juni bis Oktober) verstärkt die Situation. Infektionskrank-heiten bestimmen den Alltag.
In Malabon leben auf 20qkm 363.681 Einwohner (offizielle Statistik, 2007), das bedeutet eine Ein-wohnerdichte von unglaublichen 18.400 Einwoh-nern/qkm.

Der Anteil der Squatter beträgt über 40% (auch das ist nur eine Schätzung). Fast alle Menschen leben in drangvoller Enge, eine selbstgebaute Hütte steht neben der anderen. In einem kleinen Raum wohnt, isst und schläft die ganze Familie. Oft sind die brüchigen Unterkünfte Pfahlbauten, denn der Untergrund ist sumpfig, Meer und Flüsse sind nah.

Wegen unzureichender Deiche sind Überschwemmungen häufig. Wochenlang bleibt das Wasser unter den Hütten stehen, nimmt Müll und Unrat der vielen Menschen auf, eine wahre Brutstätte für Krankheiten. Wenn das nächste Hochwasser die trübe Flut in die Hütten trägt, haben die meisten Menschen keinen Schlafplatz mehr, denn der war der Hüttenboden.
Regelmäßiges Einkommen ist für die meisten Menschen eine Illusion. Sie sind oft Tagelöhner oder Saisonarbeiter, verdienen ihren kargen Lohn in der Fischindustrie, kümmern sich um die Fischteiche, sind Haushaltsgehilfinnen oder Wäscherinnen. Eine sechsköpfige Familie kann in der Regel ihre Grundbedürfnisse nicht befriedigen. Um zu überleben bzw. vernünftig leben zu können, braucht man einen regelmäßigen Job und einen Verdienst von mindestens Php350 (ca. 6,00 €/ Tag). Allein der Anteil der Bewohner, die unterhalb der Armutsgrenze von < 1 US$ leben, beträgt ungefähr 40%. Dadurch ist nicht nur das Essen karg. Auch Ärzte behandeln nur gegen Bezahlung. Infektionskrankheiten sind für die Slumbewohner eine tödliche Gefahr, weil ihre Körper nicht gegen sie geschützt sind. Außer der Grundschule sind Schulen gebührenpflichtig. Rum dagegen ist preiswert. Jedes Problem verstärkt die anderen Probleme.
In dieser totalen Ausweglosigkeit sind Dank unserer Initiative einige Wege erkennbar, die das Los der Betroffenen zumindest erleichtern.

Unsere Projekte sind für die Notleidenden eine erste Möglichkeit, sich und Andere wenigstens teilweise von der entsetzlichen Armut zu befreien, wenn auch das Leben mehr als ärmlich bleibt.
Finanzhilfen und Sachspenden von über 300 000 Euro seit der Gründung der Projektgruppe im Januar 1987 konnten in Malabon schon Wirkung zeigen.
Besonders stolz sind wir auf einen enorm niedrigen Verwaltungsaufwand.
DABEI ALLERDINGS - wir können das nicht oft genug betonen - SIND WIR AUF IHRE HILFE ANGEWIESEN.



DIE FOLGENDE DIASHOW ZEIGT BILDER AUS DEM ALLTAG IN MALABON
(Hinweis: Auf den Start-Button unten links klicken, Bild wechselt alle 10 Sek.)

 
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