Aktuelles - Projektgruppe Malabon und Dritte Welt e.V. D-52531 Übach-Palenberg

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30 Jahre Projektgruppe Malabon und Dritte Welt e.V.
Benefizkonzert im Rahmen des Kulturprogramms der Stadt Herzogenrath
Sonntag, 26. November 2017, 19:00 Uhr
Burg Rode – Herzogenrath
BLUES DELIVERY, feat. Jupp „the Voice“ Ebert
Rockin‘ Harmonica Blues
Blues Delivery, die dienstälteste Blues-Formation Aachens, ist zu Gast auf Burg Rode im Rahmen der Jubiläumsausstellung „Künstler für Malabon“ – INK  „STAND UP FOR THEIR RIGHTS“.
Blues Delivery interpretiert Stücke von Blues-Legenden und ist fast selbst schon eine: Bereits seit Ende der 70er Jahre begeistern die Musiker aus dem Aachener Raum mit ursprünglichem Blues, der in den 20er und 30er Jahren aus Rag, Cajun und Jazz entstand. Dabei vereint die Harmonica Blues Band unterschiedliche Stilrichtungen des Blues zu ihrem typischen unnachahmlichen Sound.
Die vom Akustikgitarristen und Bluesexperten Werner Weber zusammen mit Riedel Diegel 1979 gegründete Band präsentiert urwüchsigen, authentischen Blues, mitreißend wiedergegeben.
Mit ihrem Leitspruch „Rockin‘ Harmonica Blues“ weist die Aachener Band BLUES DELIVERY auf ihr herausragendes Mitglied, den Harmonikavirtuosen Riedel Diegel hin. Der schaffte es 1989 bis zum Weltmeister auf der Bluesharmonika und wurde damit zu einem der gefragtesten Mundharmonikaspieler der deutschen Rock- und Bluesszene. Stars wie Reinhard Mey haben ihn zu Schallplattenaufnahmen engagiert, aber auch international besitzt er eine herausragende Stellung. Mit fantastischen Harmonika-Soli und atemberaubenden Rhythmuspatterns begeistere Riedel nicht nur Blues-Liebhaber. Seine Version von John Mayalls Klassiker „Room to Move“ zieht jeden Zuhörer in seinen Bann. Wenn er dabei auf seiner Mundharmonika die Vorbeifahrt eines Eisenbahnzuges imitiert, gerät jedes Publikum in Verzückung.
Das Repertoire der Gruppe reicht vom Klassischen Blues bis zum Rock ’n Roll. Wie die Bluesbands der Frühzeit spielen die Deliveries ohne Schlagzeug, aber dennoch mit viel Energie und mitreißendem Rhythmus.

Die Stimme der Band ist die Öcher Antwort auf Joe Cocker: Jupp Ebert!
Er steht für Aachen, wie kaum ein anderer! Welcher Alemannia Fan kennt nicht seine legendären Auftritte auf dem Tivoli mit seinem Alemannia-Song („You never walk alleng“)! Angefangen hat alles auf einem Hinterhof in der Aachener Franzstraße – mittlerweile ist Jupp Ebert eine Öcher-Kultfigur, die sogar schon mit Bonnie Taylor und dem „echten“ Joe Cocker gemeinsam auf der Bühne gestanden hat!
Der Vierte im Bunde ist Hermann "Männi" Wotruba am Bass. Der Niederländer Mark Beumers, wohl einer der besten Jazz Gitarristen der Niederlande, mit seinem ausgefeilten virtuosen Gitarrenspiel fehlt leider wegen einer Verletzung an der Hand.
Der Eintritt ist frei. Spenden zugunsten der Arbeit der Projektgruppe in den Slums von Manila, die der Qualität des Konzerts angemessen sind, sind willkommen.
Vor vier Wochen brach Imke Steenweg, 18, Schülerin des Städt. Gymnasiums Herzogenrath auf, um unsere Projekte in Malabon und auf Bohol zu besuchen. Über ihre Erlebnisse hat sie in dem unten stehenden Blog berichtet und viele Bilder geschickt. In den vier Wochen ihres Aufenthalts konnte sie die ganze Vielfalt der Philippinen kennenlernen, die Schönheiten der Inseln, aber auch die Schattenseiten: die Naturgewalten in Form von Überschwemmungen nach einem Taifun, das Elend in den Slumgebieten. Neben unermesslichem Reichtum bittere Armut, aber immer wieder die kaum zu beschreibende Freundlichkeit und Herzlichkeit der Menschen.
All das waren Erfahrungen, die Imke mit Sicherheit nachhaltig geprägt haben.
Bald geht es los!!!
Hallo Zusammen!
In weniger als zwei Wochen beginnt meine Reise auf die Philippinen - und mit ihr ein großes Abenteuer.
Ob ich aufgeregt bin? - Natürlich!     
Nachdem ich endlich alle Impfungen hinter mich gebracht, mir einen Reisepass angeschafft, eine Facharbeit über die "Projektgruppe Malabon und Dritte Welt e.V." verfasst und Kontakt zu einigen Filipinos hergestellt habe, fühle ich mich wunderbar vorbereitet auf das kommende Abenteuer. Aber andererseits - kann man sich auf solch eine Reise überhaupt vorbereiten? Der Koffer wird langsam gepackt und mich erreicht der ein oder andere Segensspruch mit einem "Komm gesund wieder!". Freunde und Familie kommen mir mit gemischten Gefühlen entgegen: Alleine auf den Philippinen? So lange? Das sind berechtigte Fragen, aber trotz allem bin ich voller Vorfreude darauf, mich in unbekanntes Terrain zu stürzen! Angst vor dem, was auf mich zukommt habe ich kaum, ich freue mich auf die Erfahrungen, die ich machen darf, und darauf, eine neue Kultur in all ihren Bereichen kennenlernen und erleben zu dürfen.
Deshalb möchte ich mich schon im Voraus bei allen bedanken, die mich so tatkräftig bei meinem Vorhaben unterstützt haben und es immer noch tun. Bei meinen Lehrern, bei der Projektgruppe, meinen Freunden und vor allem auch bei meiner Familie. Sie alle stehen hinter mir, unterstützen mich und ermöglichen mir diese lange und hoffentlich unvergessliche Reise.
Mittlerweise vergeht die Zeit wie im Flug - noch vor kurzem war alles so theoretisch, aber es dauert nicht mehr lange und ich werde im Flieger hoch über den Wolken sitzen.
Aber meine Erlebnisse sollen nicht nur mich beeindrucken können, sondern auch andere Menschen. Deshalb möchte ich meine Erfahrungen und die Zeit auf den Philippinen in einem Blog festhalten - nicht nur um ein Lebenszeichen zu senden, sondern vor allem um allen anderen einen Eindruck von meiner Reise geben zu können, was ich dort mache und wie meine persönlichen Erfahrungen sind. Was sind Erfahrungen schon wert, wenn man sie nicht mit anderen Menschen teilt?
Willkommen in Manila
Freitag 7. Juli, 11 Uhr Ortszeit
Ich habe es geschafft. Nach rund 15 Stunden Flug, sieben Stunden Aufenthalt in Doha und wenig Schlaf bin ich in Manila gelandet. Mein erster Eindruck? Warm!
Als ich aus dem Flieger aussteige und den Wartebereich für das Erteilen des Visums betrete, laufe ich gegen eine Wand. Menschen, Lärm und Wärme. Eine Kombination, die ich aus meiner Heimat nicht gerade kenne. Problemlos bekomme ich mein Visum ausgestellt. Leicht verschwitzt und müde renne ich am Gepäckband meinem Koffer hinterher, der sich schon von alleine aus dem Staub machen will. Ich habe ihn. Ich verlasse den Flughafen und mache mich auf den Weg zu den Parkdecks. Suchend schaue ich mich nach einer Frau um, die ein Schild mit meinem Namen in der Hand hält. In einer Masse von Menschen, die wild durcheinander laufen und rufen sehe ich sie. Liebevoll werde ich begrüßt und die Müdigkeit verwandelt sich in Neugierde, gemischt mit Hitzewallungen. Nach kurzer Wartezeit kommt auch Father Boy vorgefahren und bittet mich einzusteigen. Als ich im Auto sitze, zu meinem Vorteil eins mit Klimaanlage, realisiere ich erst so ganz, wo ich gerade bin. Philippinen, die andere Seite der Welt. Wir machen uns auf den Weg zu meiner Unterkunft. Eine katholische Schule, umgeben von Supermärkten, Kneipen, Bars und anderen Geschäften. "Zuhause" angekommen wird mir mein eigenes kleines Zimmer gezeigt und ein kleiner Mitternachtssnack serviert. Totmüde lasse ich mich ins Bett fallen und lasse jegliche Geräusche auf mich einwirken. Bellende Hunde, Musik, Autos, das Rauschen der Klimaanlage...
Um acht Uhr heute morgen gab es Frühstück: Reis mit Ei und Würstchen. Den Fisch habe ich skeptisch betrachtet und erstmal links liegen lassen ;).
Der heutige Tag wird ziemlich entspannt, ich kann mich von meiner Anreise erholen, meinen Koffer auspacken und wenn ich Lust habe besuche ich heute Nachmittag einige Straßenkinder. Für heute Abend wurde mir angeboten um die Häuser zu ziehen und das Nachtleben der Jugendlichen auf den Philippinen kennenzulernen.
Ich freue mich sehr hier sein zu dürfen und bin gespannt was mich hier noch alles erwartet :)
Am 05.07.2017 ist Imke Steenweg, 18, Schülerin am Städt. Gymnasium Herzogenrath, zu einer Reise in die Slums von Malabon und Tondo und auf die Insel Bohol aufgebrochen, um vier Wochen lang unsere Projekte zu besuchen und vor Ort mit den Straßen-kindern zu arbeiten.
Wir beglückwünschen Imke zu diesem mutigen Schritt und wünschen ihr alles Gute.

Unter www.blog.gymnasium-herzogenrath.de wird sie regelmäßig über ihre Eindrücke und Erfahrungen in Wort und Bild berichten.


Am 09. Juni durften wir unter dem Titel
"Unsere Verantwortung für EINE WELT.
30 Jahre Projektgruppe Malabon und Dritte Welt e.V."
die Arbeit unserer Gruppe auf Einladung der NaturFreunde Herzogenrath-Merkstein im Naturfreundehaus vorstellen.
Helena Mertens von den Aachener Nachrichten hat einen sehr einfühlsamen Bericht darüber geschrieben, der leider nur auf der Lokalseite der AN erschienen ist.
Zur Ergänzung: Seit vielen Jahren verkaufen wir bei unseren Veranstaltungen fair-gehandelte Mango-Produkte von unserem philippinischen Partner PREDA. Deshalb freuen wir uns sehr, dass die Naturfreunde unserem Vorschlag folgen, den Apfel-Mango-Saft ihren Mitgliedern vorzustellen und gegebenenfalls bei ihren Veranstaltungen anzubieten.
Dieser Saft wird schon seit vielen Jahren im Eine Welt Laden im "Soziokulturellen Zentrum Klösterchen", Herzogenrath, im DORV-Laden, Herzogenrath-Pannesheide, und im Gebrauchtwaren-Kaufhaus PATCHWORK, Herzogenrath, verkauft.


Imke Steenweg, Schülerin der Q1 am Städtischen Gymnasium Herzogenrath, unsere Partnerschule seit 30 Jahren, hat eine Facharbeit im Fach Religion mit dem Thema

Projektgruppe Malabon und Dritte Welt e.V
- ein weltliches Projekt mit religösen Aspekten?

geschrieben. Und das mit sehr gutem Erfolg. Glückwunsch Imke.
Imke wird in den Sommerferien für vier Wochen nach Malabon fliegen, um Fr Boy bei unserem Straßenkinder-Projekt zu unterstützen. In einem Blog wird sie über ihre Eindrücke, Erfahrung und Erlebnisse berichten.
Bald ist es soweit:

Imke Steenweg, Schülerin der Q1 am Städt. Gymnasium Herzogenrath, wird am 5. Juli 2017 in ihren Sommerferien für vier Wochen nach Manila "reisen", um unsere Projekte zu besuchen und sich intensiv um unsere Straßenkinder zu kümmern.
Während ihres Aufenthalts wird sie regelmäßig einen Blog schreiben unter:


Hier könnt ihr Imke Fragen stellen und ihre Einträge kommentieren.
Selbstverständlich werden wir ihre Beiträge auch auf unserer Website veröffentlichen.

Wir wünschen Imke alles Gute, beglückwünschen sie zu ihrem Mut und hoffen auf tolle Berichte.

TAKE CARE, Imke, GOD BLESS YOU


Bedeutsame Auszeichnung für Fr Shay Cullen, unser Partner bei PREDA- Foundation

Der Verein EURIADE E.V. (Herzogenrath / D) / STICHTING EURIADE (Kerkrade / NL) vergibt Jahr für Jahr als Auszeichnung die Martin-Buber-Plakette. Der Verein bemerkt dazu auf seiner Homepage: „Der Philosoph Martin Buber (1878 -1965) ist unter Anderem durch sein „Dialogisches Prinzip" bekannt geworden. Dies impliziert, dass der Eine (als ICH) den ANDEREN (als DU) wirklich WAHR nimmt: Indem man sich gegenseitig respektvoll zuhört, kann man einander eine VERANTWORTUNGSVOLLE Antwort geben bzw. diese dem Anderen gleichsam „schenken“ …  Während des Internationalen Festivals des Dialogs EURIADE wird jedes Jahr die Martin Buber-Plakette Personen verliehen, welche auf diese VERANTWORTUNGSVOLLE Art und Weise im Leben stehen. Sie verstehen es, zuzuhören und tatsächliche Antworten auf die Fragen, auf die Nöte ihres jeweiligen Mitmenschen zu „schenken.“
Bekannte Preisträger sind z.B. Th. Quasthoff, Königin Silvia von Schweden, Hans-Dietrich Genscher, Helmut Schmidt, Karlheinz Böhm, Peter Maffay, Herman van Veen, Michael Gorbaschow  und andere mehr.
Schon seit geraumer Zeit wurde als Preisträger 2017 der Name Shay Cullen angedeutet: Anfang Mai wurde es dann offiziell: Shay Cullen ist der Preisträger 2017.
Cullen wurde 1943 in Dublin geboren. „Shay Cullen wurde nach seiner Ausbildung an einem irischen College 1969 als Missionar auf die Philippinen entsandt. Sein erster Einsatzort war 1969 Olongapo in unmittelbarer Nähe des amerikanischen Militärstützpunkts an der Subic-Bucht. 1974 gründete er mit anderen zusammen die PREDA-Stiftung [Peoples Recovery, Empowerment and Development Assistance Foundation], um Folter- und Missbrauchsopfern des Marcosregimes und der Militärbasis zu helfen. Durch seine Arbeit wurde er zum Mitentwickler der bis heute angewandten Schreitherapie bei sexuell missbrauchten Kindern.
Die Aufdeckung zahlreicher Menschenrechtsverletzungen, Korruptionsfälle und Kinderhändlerringe ist sein Verdienst. Jahrelang war er Kämpfer gegen Sextourismus und Kinderprostitution, Initiator einer Kampagne zur Auflösung und Umnutzung der Militärbasen, international bekannter Redner, Medienkommentator, Autor zahlreicher Gedichte und Lieder.“ (WIKIPEDIA).
Cullen hat für seine Wirken eine Vielzahl von nationalen und  internationalen Preisen erhalten; u.a. wurde er mehrmals für den Nobel-Preis  nominiert!
Die PROJEKTGRUPPE MALABON UND DRITTE WELT E.V. ist dem Kuratorium des Vereins Euriade dankbar, dass es dem Vorschlag der Projektgrupper gefoltgt ist und schätzt sich glücklich  zusammen mit Luca Bücken und seinem Vater Stefan vom PREDA-Freundeskreis maßgeblich an der Wahl Cullens zum Preisträger der Martin-Buber-Plakette beteiligt gewesen zu sein. Durch seine Arbeit auf den Philippinen war er schon seit geraumer Zeit in den Fokus unserer Betrachtungen geraten; so lag es nahe, ihn 2015 dem Kuratorium Martin-Buber-Plakette und dem Verein EURIADE e.V. als Preisträger vorzuschlagen.
Im Jahr 2016 durften wir Shay Cullen in unseren Reihen begrüßen; u.a. haben wir gemeinsam mit ihm auf der Burg Baesweiler die Gelegenheit gehabt, eine Aufführung des  Theaterstücks ONCE WE HAD A DREAM der AKBAY-PREDA-Theatergruppe zu  besuchen.
Die Verleihung der Plakette wird am 17. November 2017 im Kloster Rolduc, Kerkrade (NL) erfolgen.
Shay Cullen wird die Projektgruppe im November 2017 aus Anlass der Feierlichkeiten zu deren 30-jährigem Jubiläum besuchen und dabei auch auf unsere „Gründerväter“ Fr. Elpidio „Boy“ Biliran und Dr. Dieter Jacobs treffen.
Die PROJEKTGRUPPE MALABON UND DRITTE WELT E.V. gratuliert Fr. Shay Cullen zu dieser bedeutsamen Auszeichnung.


Im Rahmen der Veranstaltungen zur Preisverleihung freuen wir uns mit INK Sonntag-Ramirez-Ponce eine renommierte Künstler präsentieren zu können, die mit ihren Zeichnungen "Stand up for their Rights" höchste Anerkennung erfahren hat. Sie kennt
Fr Shay persönlich (s. sein Portrait) und hat die Situation der Straßenkinder von Manila künstlerisch auf höchst eindringliche Weise dargestellt. (www.ink-malerei.de)



Liebe Malabonfreunde,
am 23. April erhielten wir von Fr. Boy eine aufschlussreiche Information: Eine Aufstellung aller Graduierten (also erfolgreicher Schulabgänger) in Malabon und auf Bohol, gefördert durch die Projektgruppe Malabon und Dritte Welt e.V., also durch Euer und unser Engagement.
Die ersten erfolgreichen Absolventen konnten wir demnach 1989 verzeichnen, bis heute sind es  rund 360! Umgerechnet auf 30 Jahre mag das bescheiden erscheinen, aber wir sind ja auch nur eine kleine Organisation mit begrenztem Etat; darüber hinaus finanzieren wir das Haus der Gesundheit, das Straßenkinderprojekt und seit einiger Zeit auf Bohol ein Berufsausbildungsprojekt.
Bedenkt man weiter, dass die von uns geförderten Schüler und Schülerinnen angehalten werden, nun ihrerseits ihre Geschwister zu fördern, so sieht die Bilanz schon recht gut aus.
Jetzt, wo wir unser Jubiläum 30 Jahre Projektgruppe Malabon und Dritte Welt e.V. feiern werden, sollte uns das ermutigen, unsere Bemühungen fortzusetzen.
Fr. Boy schreibt dazu verbunden mit herzlichen Ostergüßen und einem Bild der Straßenkinder am Osterfeiertag
"Indeed it is a success. From the spiritual perspective, it is called FAITHFULNESS  to the command of Jesus to "Love one another as I have loved you". Our faithfulness to our vision...to make a difference...like the 5 barley loaves & 2 fish that was multiplied to cater to 5,000 men plus women & children. Out of the limitations that we have, God can make wonders if we stay faithful to the love of God and love of neighbors."

Dieter hat nach der Statistik von F. Boy nachfolgendes Diagramm erstellt:

 
Straßenkinderprojekt in Tondo
 
Samstag 8. Juli, 11 Uhr Ortszeit
 
Gestern Nachmittag hat mir Father Boy, zusammen mit zwei Angestellten, das Straßenkinderprojekt vorgestellt. Die Fahrt dorthin war der reinste Horror, wenn man es denn so ausdrücken kann. Die Straßen hier in Manila sind vollkommen überfüllt. Überall fahren LKW's, Autos und Roller und inmitten der ganzen Fahrzeuge laufen Menschen, die Bananen, Wasser oder Zigaretten verkaufen. Kinder, die mit Eimern und Kanistern bepackt Wasser holen wollen, laufen einfach so unter den LKW's entlang. Ich hatte das Gefühl, als würde sich keiner an Verkehrsregeln halten, aber scheinbar nimmt man in dem Verkehrschaos doch mehr Rücksicht aufeinander, als ich gedacht hatte. Die einzige, die in diesem ganzen Verkehrschaos unruhig war, das war ich.
 
Wir sind an dem ehemaligen Smokey Mountain, Chinatown und verschiedenen Ghettos vorbeigefahren. Ein paar Dinge hatten die Orte alle gemeinsam, Straßenhunde- und Katzen, Müll, und Jugendliche die Basketball gespielt haben. Ich war beeindruckt, wenn auch eher negativ. Wenn ich in die Gesichter der Menschen geschaut habe, habe ich lediglich vereinzelt traurige oder genervte Gesichter wahrnehmen können, der Rest wirkte zufrieden.
 
Als wir das Dorf mit den Straßenkindern erreicht haben, war es wieder eine ganz andere Atmosphäre. Leere und Stille. Nur vereinzelt habe ich Menschen am Straßenrand gesehen. Die großen Häuserblöcke sahen unbewohnt aus, die Straßen eher leer, es wirkte fast schon gespenstig. Als ich aus dem Auto gestiegen bin kam mir ein Geruch von Abfall und Verwesung entgegen. Am Straßenrand lag überall Müll. Es roch bestialisch.
 
Father Boy stellte mich den Straßenkindern vor und zeigte mir zwei Wohnhütten. Holzhütten, schief und klein, verdeckt mit irgendwelchen Plakaten und Planen. Die Eingänge so schmal und niedrig, dass selbst ich mich seitlich und geduckt durchzwängen musste. Die Wohnungen an sich sind vollgestellt mit Klamotten, Töpfen, Decken und Kartons. Die meisten Bewohner der Slums haben keinen Strom, sodass sie vollkommen im Dunkeln leben. Der Schlafplatz besteht aus einem ausgebreiteten Karton, darauf ein paar wenige Kissen und Decken. Die Räume an sich sind nicht viel größer als in Deutschland eine Abstellkammer oder ein Gäste-WC. Da zu wohnen muss doch die Hölle sein? Aber wieder anders als erwartet sind die Menschen zufrieden. Vor allem die Kinder sind offen, freundlich und zufrieden. Als wir durch das Dorf liefen, ich, mit ungefähr sechs Kindern an jedem Arm, erzählte mir eine der Helferinnen, dass die Kinder einmal im Monat gewogen werden. Anhand einer Tabelle wird geschaut, ob sie im Unter- oder Normalgewicht haben. In der Tabelle sind alle 60 Straßenkinder mit Name, Alter, Geschlecht und Gewicht aufgelistet. Mit Freude konnte ich feststellen, dass die Kinder fast alle nach einigen Monaten im Bereich des Normalgewichts sind.

Auf dem Weg nach Hause konnte ich immer noch nicht ganz glauben, dass die Slumbewohner zufrieden sind mit ihrer Lebenslage. Ich frage mich wirklich, wie man in diesen Verhältnissen wohnen kann...
Historische Eindrücke
Samstag 8. Juli
Samstag hat mich Mrs Marilou, eine Bekannte von Father Boy, abgeholt, um mir einige bekannte Orte in der Nähe zu zeigen.
Als erstes sind wir ins nationale Museum gefahren. Marilou kennt den Sicherheitschef, welcher uns dann eine private Führung gegeben hat und uns auch kurz hinter die Kulissen hat schauen lassen. Von Ton, über Textilien, Skulpturen bis hin zu Gemälden und ausgestopften Tieren war wirklich alles dabei. Es war beeindruckend. Nicht nur die Kriegsjahre wurden interessant dargestellt, auch das Arbeitsleben und die Freizeitgestaltung wurden mithilfe von Bildern, Videos, Texten und Gegenständen gezeigt.

Weitere Fotos in der Fotogalerie :)

Anschließend sind wir in den Fort Santiago Park gefahren. Das Fort Santiago, errichtet 1571, diente im Krieg als Festung und gehört heute zu den bekanntesten historischen Grünanlagen Manilas.



Auf dem Rückweg haben wir dann noch eine Kutschtour gemacht. Vorbei an Universitäten, Hotels, Restaurants, Kirchen, spanischen Häusern und Kriegsstätten, mit Zwischenstopps natürlich um Fotos zu machen. Bei circa 34°C und Regen war es trotzdem sehr interessant und schön. Ein weiterer unvergesslicher Tag auf den Philippinen.

Scholar-Projekt
Sonntag, 9. Juli
Catherine, eine graduierte Scholar, die durch finanzielle Unterstützung der Projektgruppe ihren Schulabschluss und ihr Studium machen konnte, hat mich begleitet bei meiner Tour durch die Slums von Manila.
Wir haben einige andere der Scholars zuhause besucht, um ihre Wohnverhältnisse und Familie kennenzulernen. Es war interessant, aber gleichzeitig erschreckend. Bestialischer Gestank, dreckiges Wasser, Holzhütten, die nur über dünne Bambusrohre zu erreichen waren. Elektrizität, fließendes Wasser, Kanalisation oder Hygiene sind eindeutig nicht vorhanden. Inmitten von Müll spielen Kinder mit abgemagerten Hunden, Katzen und Hühnern. Es ist grausam.
Als ich die Scholars interviewe, erzählen sie mir alle so ziemlich das Gleiche. Sie sind dankbar für die Unterstützung durch die Projektgruppe, ohne die sie nicht studieren könnten. Sie akzeptieren ihre Wohnsi-tuation und sind glücklich. Einen Spruch, den ich jedes Mal gehört habe: "Always Smile". Anfangs dachte ich es sei Fassade, die glücklichen und lachenden Gesichter, aber je länger ich mich mit den Slumbewohnern unterhalten habe, desto sicherer wurde ich mir, dass sie wirklich fröhlich und zufrieden sind. Es bleibt ein Rätsel für mich, ich könnte unter diesen Umständen nicht leben und arbeiten...Der Gedanke beim Verlassen des Slumgebietes wäre bei jedem gleich. Mitleid und das Bedürfnis den Leuten irgendwie zu helfen...
Nachdem wir einige Scholars besucht haben sind wir in einen bekannten Park gefahren. Nicht zu vergleichen mit den "Parkanlagen"  in Aachen oder Umgebung. Riesen groß, mit Bühnen, Brunnen, Grünflächen, Statuen, Musik und Security. Es war überwältigend...
 weitere Fotos befinden sich in der Fotogalerie ;)
Malate Catholic School
Montag 10.Juli
Father Boy ist unter anderem Direktor einer High School. Er hat mich eingeladen, seine Schule näher kennenzulernen und auch den Unterricht zu besuchen. Ich war beeindruckt. Die Schule und der Umgang mit den Lehrern ist ganz anders, als ich es aus Deutschland gewöhnt war.
Einige Schüler waren bereit, mich einen Tag "aufzunehmen". Sie haben mir die Schule gezeigt, den Tagesablauf und die Regeln erklärt und schließlich haben sie mich in eine Unterrichtsstunde gebracht. Es war sehr interessant. Alleine der Aufbau der Schule war ganz anders: Der Gebäudekomplex ist relativ klein für knapp 2.000 Schüler. In der Mitte befindet sich ein kleiner Hof, der für den Sportunterricht und die Pausen benutzt wird, gleichzeitig aber auch noch als Parkplatz dient. Ebenfalls im Erdgeschoss befinden sich eine kleine Kirche, die Cafeteria, das Büro des Direktors, eine kleiner Kindergarten und eine Klinik. Ja, die Schule hat eine eigene minimalistische Klinik, mit Wartezimmer, Behandlungszimmer, Sanitärbereich, Schlafraum und sogar einen Zahnarzt.
In den oberen Etagen befinden sich die Klassen. Es wird viel mit Technologie gearbeitet, alle Klassenräume sind mit einer Art WhiteBoard und einer Art Fernseher ausgestattet. Zudem gibt es ein internes Museum. Jahrbücher, Schulzeitungen, Schuluniformen, Pokale, Urkunden und jede Menge Fotos spiegeln die Geschichte der Schule wieder. Eine Bibliothek, ein kleines Theater und Aufenthaltsräume, die sowohl von Lehrern als auch von Schülern genutzt werden, sind ebenfalls vorhanden.
Als ich den Unterricht besuche, sitze ich sozusagen neben einem der "Streber" und neben dem "Klassenclown". Die beiden sind beste Freunde und verstehen sich blendend. Am Anfang jeder Unterrichtsstunde wird gebetet, anschließend beginnt der Lehrer mit seinem Unterricht. Für die Schüler eine Mischung aus Zuhören und selber arbeiten, so wie bei uns. Anders als in Deutschland, oder an meiner Schule, müssen die Schüler bei jeder Antwort aufstehen. Nur der Klassenclown nicht, er ruft dazwischen, singt oder steht auf und tanzt für einige Sekunden im Kreis. Ich musste mich zusammenreißen um nicht laut loszulachen, aber anders als erwartet, hat es die Lehrerin nicht interessiert, sie hat einfach weiter unterrichtet. 60 Minuten lang durfte ich mir die Faxen ansehen und erstaunlicherweise gab es für den Klassenclown keine Konsequenzen. Bei uns hätte man einen Schüler mit solch einem Verhalten nach fünf Minuten vor die Tür gesetzt...
Die Mittagspause haben wir dann zusammen in der Cafeteria verbracht. Es gibt verschiedene Gerichte, kalte und warme, verschiedene Getränke und ein paar Snacks. Wenn ein Lehrer vorbeikommt wird fast schon übertrieben ironisch gegrüßt. Es scheint der normale Umgang zu sein, die Schüler behandeln ihre Lehrer fast schon wie Freunde. Für mich ungewohnt, über den Lehrer Witze zu machen, während er neben mir steht oder den Unterricht zu stören (jedenfalls nicht eine ganze Stunde lang ;) ). Insgesamt war es aber eine sehr freundliche und harmonievolle Atmosphäre.
Ebenfalls anders als bei uns fängt die Schule hier früher an und endet erst am späten Nachmittag. Der Stundenplan wird individuell an den Schüler angepasst, er kann seine Interessen und Fähigkeiten ausbauen und die gewählten Fächer sind ab der 10. Klasse an das Studienfach angepasst. So gibt es zum Beispiel für die Mediziner das Fach "Practical Research", also Englisch, das in der Medizin angewandt wird.
Der Schulalltag ist nicht wirklich mit dem mir bekannten zu vergleichen. Es gibt viele Unterschiede, aber ich würde nicht sagen, dass es große Vor- oder Nachteile gibt. Es ist ein anderes Schulsystem und eine andere Kultur...
 
The National Museum
Bilder-Seite: siehe Photo-Ordner
Venice Grand Canal Mall
Dienstag 11.Juli
Eines meiner Traum Reiseziele war schon immer Venedig. Einmal mit dem Boot über die Wasserstraßen fahren und die romantische Aussicht genießen, wer träumt nicht davon? Für mich ist der Traum war geworden, man mag es kaum glauben, aber ich bin mal eben von Manila nach Venedig geflogen...Nein, natürlich nicht. Dafür haben sich die Asiaten etwas Schlaues ausgedacht, ein Shopping Center, errichtet im italienischen Stil und sogar mit befahrbarer Wasserstraße!
Die Venice Grand Canal Mall erstreckt sich auf mehreren Etagen und ist voll mit Restaurants, Geschäften und mitten drin eine künstliche Wasserstraße auf der man mit einem Boot langfahren kann.
Viel kann ich dazu gar nicht mehr schreiben. Hier gilt eindeutig der Spruch: Bilder sagen mehr als tausend Worte!
 
Sightseeing
 
Freitag 14.Juli
 
Ein großer Teil der philippinischen Bevölkerung lebt in Armut, aber nicht alle. Es gibt ein großes Business-Viertel mit vielen Hotels und Shopping Malls. Eines dieser Hotels ist das Manila Hotel. Father Boy und ein paar Freunde von ihm waren dort mit mir essen.
 
Nachdem wir die Sicherheitskontrolle bestanden, eine Lobby mit Live-Musik durchquert und das riesige Restaurant erreicht haben, wusste ich erstmal gar nicht, was ich sagen sollte. Überall Marmor, Gold und roter Teppich. Das Buffet war nach verschiedenen Ländern aufgebaut: Italien, Frankreich, Amerika, Japan. Von Brot, Salat über Pizza und Pasta, bis hin zu Fleisch, Fisch und Sushi. Natürlich auch ein riesen Dessertbuffet mit Eis, Obst, Kuchen und anderen Kleinigkeiten. Es war wirklich ein Traum. Es war wirklich für jeden Geschmack etwas dabei.
 

Nachdem wir uns den Bauch vollgeschlagen haben, durfte ich mit Father Boy in die Paco Catholic School fahren. Sie gehört zu den größten Schulen Asiens und die anliegende Kirche ist ebenfalls eine der größten und ältesten. Es war wirklich eindrucksvoll.






Weitere Bilder befinden sich in der Galerie :)
 
Tagesablauf
Mein Tagesablauf hier auf den Philippinen ist jeden Tag ähnlich.
Gegen 7.30 Uhr gibt es Frühstück: Pommes, Chicken Nuggets, Fisch, Reis, Nudelsalat oder Brot und dazu Wasser oder Tee. Danach habe ich meistens eine Stunde für mich, in der ich den Blog schreiben kann, solange es das Internet zulässt. Anschließend fängt mein Programm an, ich werde von meinem Touristenführern, Freunde von Father Boy, abgeholt und dann geht es los. Wir besuchen Schulen, Hotels, Parks, Museen oder; Schüler und Studenten zu Hause in den Slums. Falls wir hungrig sind, gehen wir mittags irgendwo essen in einem der vielen Restaurants oder Imbisse. Gegen frühen Abend bin ich meistens wieder Zuhause und habe Zeit für mich. Gegen 19 Uhr gibt es dann Abendessen zusammen mit Father Boy: Fisch, Reis, Nudeln, Pizza oder Brot. Es gibt immer eine große Auswahl. Meistens ist der Tag dann auch schon vorbei und ich ziehe mich in mein Zimmer zurück. Manchmal unternehme ich aber auch noch etwas. Freitag war ich mit Father Boy im Kino, wir haben uns Spiderman in 3D angeschaut. Gestern war ich mit einem Freund von Father Boy im Manila Ocean Park und abends haben wir uns dann einen Wassershow mit Musik, Licht und Feuer angeschaut.
Wenn ich unterwegs bin begleiten mich entweder ein paar Schüler und Studenten, Freunde von Father Boy oder auch Father Boy selber. Die meiste Zeit haben wir einen Fahrer, der uns überall hinfährt, sodass wir nicht immer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren müssen.
Besuch in den Schulen
Mehrmals in der Woche besuche ich verschiedene Schulen, meistens die Malate Catholic School, da sie direkt nebenan ist.
Nach dem Frühstück werde ich zur Schule begleitet und treffe mich dort mit neu gefundenen Freunden. Sie nehmen mich mit in den Unterricht, sodass ich 60-120 Minuten lang den Unterricht hautnah miterleben kann. Während der Mittagspause esse ich entweder mit den Schülern in der Cafeteria oder bei Father Boy im Büro. Anschließend habe ich Zeit den Blog zu schreiben, denn in der Schule gibt es eine stabile Internetverbindung. Wenn ich fertig bin, holen mich die Schüler ab und wenn ich Lust habe besuche ich weitere Unterrichts-stunden. In welche Stunden, welche Fächer und wie lange, kann ich mir immer aussuchen.
Als ich eine der größten Schulen Asiens besucht habe, hat mir einer der Lehrer die Schule gezeigt. Von Lehrerzimmer, über Klassenräume und Sporthalle bis hin zur Bibliothek und Kirche. Den Unterricht dort habe ich nicht besucht.
Bohol
Bilder-Seite: siehe Photo-Ordner
Kein Internet
Leider ist die Internetverbindung hier auf den Philippinen sehr schlecht. Von Montag bis heute war ich auf Bohol, einer wunderschönen Insel rund 1,5 Flugstunden von Manila entfernt. Bilder und Berichte werden folgen, sobald ich wieder Internet irgendwo habe..
Bin aber noch über Facebook zu erreichen, das kann man hier überall ohne WLAN benutzen..
Manila Hotel
Bilder-Seite: siehe Photo-Ordner
Ausflug nach Bohol
Montag 17.Juli
Wer schon immer ins Paradies reisen wollte, für den ist Bohol auf jeden Fall das Richtige. Weiße Strände, hellblaues Wasser, Palmen, Strandbars und jede Menge Natur. Für drei Tage durfte ich die Schönheiten der philippinisches Insel Bohol erkunden. Es war ein Traum. Als ich aus dem Flieger ausgestiegen bin, prallte ich gegen eine Wand aus Hitze. Ein kleiner Flughafen, Palmen und wenig Menschen. Vor dem Flughafen wartete schon ein alter Schulfreund von Father Boy auf uns. Mein Hotel lag etwas weiter entfernt und wir mussten quer durch kleine Dörfer und Natur fahren. Es war wirklich unbeschreiblich.

Im Hotel angekommen wurde ich von freundlichem Personal begrüßt. Ein kleiner Weg bergab führte zu den Zimmern, dem Restaurant und dem Pool. Überall waren Palmen, und als sei das nicht schon Paradies genug, das Hotel lag direkt am Alona Beach. Abends habe ich dann einen kleinen Strandspaziergang gemacht. Der Strand ist circa zwei Kilometer lang und überall stehen kleine Strandbars, Restaurants und Hotelanlagen. Es war wirklich schön. Das leise Rauschen der Wellen, Gitarrenmusik und Gesang und der leise Wind versetzen dem Strand eine angenehme romantische Atmosphäre. Ein Ort zum Träumen und Entspannen...

Chocolate Hills und Loboc River
Dienstag 18.Juli
Nach einem leckeren Frühstück unter Palmen stand Sightseeing auf dem Tagesprogramm. An meinem Tagesablauf hat sich auf Bohol nicht viel verändert, abgesehen von der Umgebung.

Zuerst sind wir zu den Chocolate Hills gefahren. Auf der Aussichtsplattform angekommen hatten wir einen wundervollen Blick auf die Natur. Kleine Berge, Wald und gutes Wetter. Um aber nicht einfach mal da gewesen zu sein, gab es für mich noch einen kleinen Adrenalinkick. Ich musste, so wollte es Father Boy, auf einem einfachen Fahrrad, in circa 100 Meter Höhe über ein dünnes Drahtseil fahren. Neben mir die Chocolate Hills, unter mir Wald. Es war einzigartig. Als ich auf dem Fahrrad saß und Stück für Stück das Drahtseil entlang gefahren bin, war ich einerseits tierisch angespannt, andererseits fühlte ich die Freiheit, die sich in meinem Körper ausbreitete. Die Welt, oder zumindestens ein kleiner Teil, lag mir zu Füßen. Da oben gab es nichts außer mir und dem Fahrrad. Es war wirklich fantastisch. Nachdem ich dann wieder festen Boden unter den Füßen, und meinen Puls wieder unter Kontrolle hatte, sind wir zum Loboc River gefahren.

In einem schwimmenden Restaurant, begleitet von Live-Musik und atemberaubender Aussicht ging es dann quer über den Fluss. Mit einem kleinen Zwischen-stopp, bei dem Einheimi
sche den Gästen traditio-nelle philippinische Tänze vorgeführt haben.
Einsame Insel
Mittwoch 19.Juli
Vier Uhr mitten in Nacht, mein Wecker klingelt. In genau einer Stunde werde ich abgeholt um mit einem kleinen Boot den Ozean zu überqueren. Und warum genau tue ich mir das frühe Aufstehen noch einmal an?
Delfine. Ich habe mich zu einer für mich eher unmenschlichen Zeit aus dem Bett gequält, um früh morgens Delfine beobachten zu können. Es hat sich gelohnt. Mit ein paar anderen Booten zusammen sind wir raus gefahren und sind einige Meter zusammen mit Delfinen durch das Wasser geglitten. Es war wundervoll. Ich liebe Delfine und habe sie noch nie live gesehen.
Aber als sei das nicht schon genug, ging es danach genauso spektakulär weiter. Wir sind zu einer kleiner Insel gefahren, weißer Strand, Palmen, wenige Touristen, ein Paradies. Das Wasser, hellblau und sauber, ein Traum. Da würde ich ehrlich gesagt auch gerne leben wollen, trotz der Temperaturen. Und um das Wasser nicht nur trocken erleben zu können, wäre ja auch langweilig :P, hieß es auf einmal umziehen und schnorcheln. Ein Stück entfernt von der Insel fing unter Wasser ein wundervollen Korallenriff an. Bunte Korallen in allen möglichen Formen, Farben und Größen. Bunte Fische, große und kleine, dicke und dünne. Der Guide, der mich die ganze Zeit im Wasser begleitet hat, gab mir dann sogar Brot, womit ich die Fische füttern konnte. Es war wirklich unglaublich. Es waren alles Sachen die ich noch nie erlebt hatte, und es war wirklich unbeschreiblich.
Aachener Zeitung

07.03.2017
Soziale Arbeit ein wenig leichter gemacht
Luise-Hensel-Schule spendet an zwei Einrichtungen

Aachen. Über eine Spende von je 1200 Euro freuten sich Leines von der „Hazienda Arche Noah“ sowie Herbert Schmerz vom Verein „Projektgruppe Malabon und Dritte Welt.“ Überreicht wurde ihnen der Scheck von Schülern der Luise-Hensel Realschule, die im Oktober einen Sponsorenlauf veranstaltet haben.
„Seit über 20 Jahren organisieren wir einen Spendenlauf, alle zwei Jahre ist es ein Sponsorenlauf, und seit gut fünf Jahren kommt die Hälfte der Einnahmen des Laufes zwei Projekten zugute, die wir mit den Schülern ausgewählt haben. Die anderen 50 Prozent erhält unser Förderverein“, erzählte Schulleiter Michael Höbig.
Dabei war es allen Akteuren wichtig, ein internationales Projekt zu fördern und ein lokales. Herbert Schmerz erzählte sofort, wo das Geld überall gebraucht wird: „Insbesondere unser Basis-Gesundheitshaus in Malabon, Philippinen, sowie eine Berufsausbildung werden mit der Spende zu einem Teil finanziert. Generell verteilen wie Spendengelder auf alle Projekte, da überall Bedarf ist.“
Auch Leines Gaworski zeigte sich dankbar und betonte: „Auf unserem Gelände gibt es immer etwas zu tun, weshalb wir das Geld für neue Bepflanzungen, Verpflegung unserer kranken Kinder samt Eltern oder für Reparaturarbeiten ausgeben werden.“ (svp)

 
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