Aktuelles - Projektgruppe Malabon und Dritte Welt e.V. D-52531 Übach-Palenberg

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Neuigkeiten

Father Boy hat uns ein Video geschickt, das das regelmäßig statt-findende Wiegen der Straßenkinder in Tondo zeigt. Nach einem Jahr haben alle Kinder ein normales Gewicht dank auch der regelmäßi-gen Mahlzeiten, die von uns bezahlt werden.
Unser Schriftführer Dieter Wefers schreibt zum Konzert der "Singing Ambassadors":

Liebe Malabonfreunde,
obwohl die Ankündigung in der Presse  (unserem Engagement zum Trotz) hundsmiserabel war, obwohl die  Sommerferien schon begonnen hatten, obwohl dieTemperaturen bei  herrlichem Sommerwetter in Richtung 30°C tendierten … die Kirche St.  Josef in Herzogenrath-Straß war wider unserer Befürchtung wirklich gut gefüllt.
Der Sonntagsgottesdienst, gehalten  von Pfarrer Hermann van den Berg („Bobby“), wies als Besonderheit auf,  dass statt einer Predigt ein „Interview“ mit Herbert zur Geschichte, den  Zielen und der Zukunft unserer Projektgruppe geführt wurde. Damit wurde  den Gottesdienstbesuchern, die uns noch nicht (so gut) kannten, deutlich, warum wir neben MISEREOR bei der Veranstaltung auftraten.
Die zweite Besonderheit: Der Chor The University of the Philippines Singing Ambassadors (UPSA) trat als Mitgestalter des Gottesdienstes auf.
Nach Beendigung desselben traten nur  ganz wenige Besucher den Heimweg an. Die, die blieben, hatten  Gelegenheit, noch gut eine weitere Stunde dem Chor zu lauschen. Und das  war ein phantastisches, unvergessliches Erlebnis! Auf allerhöchstem  Niveau wurde ein Reigen unterschiedlichster Gesänge dargeboten – international Bekanntes bis zu hier selten oder nie gehörten  philippinische Weisen. Hin- und mitreißend das Engagement und die  ansteckende Spielfreude der Protagonisten! Standing Ovations und die  Bitte nach Zugaben konnten da nicht ausbleiben.
Zum Abschluss mischten sich die  Sängerinnen und Sänger unter das begeisterte Publikum und  verabschiedeten sich von jedem Einzelnen, mit Worten, Freundschaftsgesten und Umarmungen, dankten sogar den Zuhörern, die ja  eher für dieses besondere Sonntagsgeschenk zu Dank verpflichtet waren!  Wahre Botschafter ihres Landes!



Konzert der Extraklasse in St. Josef
Der weltbekannte Chor „Singing Ambassadors“ der Universität der
Philippinen gastiert in Herzogenrath-Straß

Auf seiner Europa Tournee tritt der berühmte Chor auf Einladung von Misereor und der Projektgruppe Malabon in der Kirche der Gemeinde St. Josef im Rahmen der Reihe „5 vor 12“ .
In jahrzehntelangem unerschütterlichem musikalischem und kulturellem Engagement unter der Leitung des Gründers und Dirigenten Dr. Ed Manguiat feiern die Singing Ambassadors der Universität der Philippinen (UPSA) dieses Jahr ihr 38-jähriges Jubiläum. Als Höhepunkt ihrer Feierlichkeiten startet die UPSA eine 3-monatige europäische Wettbewerbs- und Konzertreise unter dem Titel "Musique Sans Frontières" (Musik ohne Grenzen). Dieses übergreifende Thema spiegelt die vielschichtige Mission der Gruppe in diesem Jahr treffend wider. Während die Gruppe ihre Vision, philippinische Kultur und Talente erfolgreich zu fördern und mehrseitige Verbindungen auf der ganzen Welt zu stärken, gezielt einsetzt, schöpft sie ihre Kraft aus ihrem nimmer ermüdenden Glauben an die transformative und allumfassende Macht der Musik . Immer wieder hat die Musik ihre wundersame Fähigkeit bewiesen, Völker zu vereinen und soziale Barrieren oder "Grenzen" zu überwinden.
Durch ihre hochkarätigen musikalischen Fähigkeiten mit ihrem unverwechelbaren Klang wollen die Singing Ambassadors das Image des Landes und der philippinischen Gemeinschaften auf den Bühnen der Welt zu verbessern.
Die UPSA sind bereit, ihre musikalischen Fähigkeiten erneut in Europa, in ihren Augen die uralte Wiege der musikalischen Spitzenleistungen, unter Beweis zu stellen. Sie sind stolz darauf, die Philippinen bei vier europäischen Chorwettbewerben (in Berlin, Alicante, Florenz und dem renommiertesten Wettbewerb in Arezzo) zu vertreten, die zwischen Juli und August stattfinden.
Die UPSA haben nicht nur fünf Grand-Prix Preise und dreiundzwanzig Top-Preise von ihren letzten Europatourneen mit nach Hause gebracht , sie wurden auch als  wirkungsvoller Verfechter der Nord-Süd-Solidarität auf der Ebene von Musik, Kultur und darüber hinaus bejubelt.
UPSA führt Aktivitäten durch, um mit ihrer Musik die unbegrenzten Möglichkeiten zu nutzen, das Leben der Menschen zu berühren.
Die Notwendigkeit, die Mitverantwortung für kulturelle Vielfalt und menschliche Entwicklung in dieser einen Welt zu fördern, bleibt ein Kernziel der UPSA.  Es ist ihnen gelungen, Aktivitäten zu verfolgen, die die Identitätsbildung und Integration der philippinischen Diaspora in Europa erleichtern und Brücken über den Nord-Süd-, aber auch den Süd-Süd-Graben schlagen, durch Musik, und die mit ihren Konzerten verbundenen Bindungsmöglichkeiten und Workshops. Verschiedene Zusammenarbeiten mit Gemeindevorstehern, NGOs und anderen Entwicklungsorganisationen in Europa ermöglichten ein Brainstorming von Projekten, um die UPSA-Tour zu einer lohnenden Erfahrung zu machen. Möge dieses Jahr noch einmal von solchen Erfolgen sprechen.
Das Benefizkonzert findet statt in und nach dem 11.00 Uhr Gottesdienst. Der Eintritt ist frei, um eine Spende zugunsten Der Projektarbeit von Misereor und der Projektgruppe Malabon auf den Philippinen wird gebeten.

Arman Vicencio Cruz, ehemaliger Schüler und heutiger Professor für Volkswirtschaft, der sich seit vielen Jahren um unser Scholarship Programm kümmert, hat am 14. Mai auf Facebook unter www.facebook.com/arman.v.cruz/
geschrieben und Fotos in seinem Album "Home Visitation of Scholarship Applicants" hinzugefügt:

"Fruitful Sunday Morning...catering the socially disadvantage... Home visits and interview for the scholarship applicants for the Projektgruppe Malabon Foundation... "Education is a potent tool to uplift social & economic development of the marginalized...""

Father Boy schickt am 30.04.2018 am Ende des Schuljahrs einige Bilder und Videos der jährlichen "spiritual recollection" der gegenwärtigen Scholars aus unserem Scholarship Programm.
Liebe Malabonfreunde,
anbei möchte ich Post aus Malabon an Euch weiterleiten.
Sister Dina, seit 30 Jahren die Seele unserer Projekte und Koordinatorin der Arbeit im Basisgesundheitshaus, und Father Boy schreiben uns auf Herberts Anfragen vor Beginn des neuen Schuljahres:

"Hallo Herbert,
es ist wirklich schön, wieder von dir zu hören. Ja, Dr. Fidel (hält seit 30 Jahren die sonntägliche Sprechstunde in der ‚Clinic‘) wurde ins Krankenhaus gebracht, weil sie eine Operation an seiner Prostata durchführen mussten. Ihm geht es jetzt sehr gut.
Da wir uns natürlich rechtzeitig um seine Nachfolge kümmern müssen (Dr. Fidel ist inzwischen 82 Jahre alt) habe ich Ärzte in Malabon gefragt, ob sie in der Clinik auch nur ein- bis zweimal pro Woche helfen können. Dr. Betsy (soviel ich weiß Dr. Fidels Tochter) gab bereits ihr Ja-Wort, hat aber noch nicht angefangen. Gott sei Dank ist Fr. Tim (der neue Priester in der Pfarre Sto. Rosario), der schon zu Zeiten von Fr. Boy in der Pfarrei Messen gelesen hat, sehr froh, dass wir da sind.
Was Fr. Boy anbelangt, wurde er das letzte Mal wegen seines CPAP-Geräts ins Krankenhaus gebracht. Er benutzt es nachts, um mehr Sauerstoff in seinen Körper zu transportieren. Er sagte, er hätte es vorher nicht testen können. Jedenfalls reichte der produzierte Sauerstoff zunächst nicht aus. Er sagte, dass es ihm jetzt viel besser geht und ich denke, dass er fit ist.
Mir selber geht es nach meiner Pensionierung gut. Ich versuche mich an mein neues Leben mit meiner Tochter Rina, die mit ihrer Cousine in einer anderen Stadt lebt, anzupassen. Wir standen uns vorher sehr nahe, sehen uns jetzt aber kaum. Sie hat ihr eigenes unabhängiges Leben. Ihr jetziger Freund  ist Engländer. Er hat etwa 15 Jahren in Manila gelebt, während sein Vater in der britischen Botschaft arbeitete, also weiß er, wie es auf den Philippinen ist. Heute ist er jedoch in London ansässig.
Ich bin bestrebt, mindestens einmal im Monat in die Klinik gehe. Wir haben ältere Patienten, die regelmäßig kommen sowie neue, in der Regel Kinder. Wir bestellen monatlich die Medikamente über Fr. Boy. Freiwillige Helfer in der Clinic sind neben Dr. Fidel Eltern derjenigen Scholars, die bereits graduiert sind und die aktuellen.
Es stimmt, das Leben in diesem Land ist ziemlich schwierig, wie ihr in den Nachrichten sehen könnt. Wenn der Präsident eine Person nicht mag, stellt er nur sicher, dass sie entweder aus der Regierung entfernt oder aus dem Landes gebracht wird! Die Steuern sind zwar gesunken, aber die Preise für den Lebensunterhalt sind stark gestiegen! Vor allem die Preise für Reis, Benzin, Konserven. So ist es für die Armen sehr schwierig, mit dem auszukommen, was von ihrem Verdienst übrigbleibt.
Gott segne euch für eure unermüdliche Unterstützung der Armen in Malabon
Dina

Und Father Boy schreibt:

Hallo Herbert, schön, von dir zu hören. Zufällig halten wir heute die geistige Rückbesinnung („spirital recollection“) unserer Scholars aus Malabon ab. Wir beginnen um 7:30 Uhr. Du hast mich auf die Idee gebracht, einen Videoclip und Bilder von jedem von ihnen zu machen und euch zu schicken.
Ja, Herbert, du hast recht, die Zeiten haben sich geändert. Es ist an der Zeit, dass wir unsere bewährten Werten und unserer Kultur an die heutige Generation anpassen müssen. Ich versuche, unseren Scholars Werte wie Dankbarkeit gegenüber Gott und Menschen wie den Mitgliedern und Unterstützern der Projektgruppe Malabon zu vermitteln, die Er als Transportweg Seiner Gnaden auswählt, dazu den Wert der Großzügigkeit, den sie durch "Vorauszahlung" annehmen könnten (gemeint ist wohl, dass wir das Geld für das Schulproramm im Voraus zahlen). Dies ist der Multiplikatoreffekt unserer Bemühungen, da sie auf ihre Weise unsere Empfehlungen fortsetzen.
Ich habe mit mehreren Ärzten gesprochen und sie sind angetan von unserer Mission, aber noch nicht bereit genug, um in der Klinik mitzuarbeiten. Aber es gibt keinen guten Grund, aufzugeben. Ich werde weitersuchen, bis ich einen gefunden habe.
Unsere Ausbildungsprogramme in Maribojoc (auf der Insel Bohol) sind ein Erfolg und alles hat sich wie geplant entwickelt. Da wir vielen Menschen in Maribojoc geholfen haben, spiele ich mit der Idee, das Programm auf eine andere Stadt auf Bohol  (gemeint ist Loboc) im nächsten Jahr auszudehnen, die dringend Qualifizierungs- und Existenzgründungsprogramme benötigt und natürlich mit dem gleichen Budget, das wir haben. Ist das ok für euch?
Von den bisher 60 unterernährten Straßenkindern, die wir mit einer warmen Mahlzeit versorgt haben, haben alle außer drei das Normalgewicht erreicht. Ich habe unsere Koordinatorin gebeten, diese drei untersuchen zu lassen. Es ist möglich, dass sie Lungentuberkulose oder andere Krankheiten haben.
Ich werde demnächst nach Bohol fliegen, um dort unsere derzeitigen und zukünftigen Scholars zu treffen. In ein paar Wochen oder früher werde ich euch das Update geben.
Es ist gut zu wissen, dass es dir gut geht. Unsere Körper werden zwar älter, aber unser Geist bleibt sehr lebendig, weil wir einen Sinn und Zweck in unserem Leben gefunden haben, der uns weiter antreibt. Ich fühle mich gesundheitlich wieder gut. Wir werden so lange wie möglich weitermachen.
Grüße an dich und die Projektgruppe.
Fr. Boy"
 
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