Archiv 2019-2018 - Projektgruppe Malabon und Dritte Welt e.V. D-52531 Übach-Palenberg

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Archiv 2019-2018

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EREIGNISSE  2019

    Sister Dina wünscht allen Unterstützern der Projekt-gruppe Malabon ein frohes Weihnachtsfest.
(nebenstehend ein kleines Weihnachtsvideo in Tagaloc)


ÖCHER FOLK MET HAZZ ÄN SIEL
Udo S, Öcher Leddcheremaacher met Jitar än Cajon
  Die Projektgruppe Malabon und Dritte Welt e.V. freut sich zur Finissage der 38. Ausstellung „Künstler für Malabon“ zusammen mit dem Kulturamt der Stadt Herzogenrath und Burg Rode ein Benefizkonzert der besonderen Art auf Burg Rode präsentieren zu können.
  Udo S ist der Name des „im Exil“ (Herzogenrath) lebende Aachener Mundart-Liedermachers Udo Schroll, der selbst geschriebene / komponierte Lieder in Aachener Mundart singt und spielt. „Öcher Platt“ anders geht nicht“, sagt er, ist für ihn, die bewusste Auseinandersetzung und Pflege des Aache-ner Dialekts unter weitgehender Vermeidung von „Kölnizis-men“ oder anderen Platteinflüssen.
  Seit Ende 2012 widmet sich Udo S. verstärkt dem Lieder-schreiben in seiner Muttersprache, dem „Öcher Platt“. In sei-nen Liedern geht es vor allem um das „Heij än Jetz“. Sie beschreiben Lebensgefühl und Ge-danken aus dem gegenwärtigen Alltag des „Hier und Jetzt“, welche in zahlreichen Motiven musikalisch verarbeitet werden. Es geht um Themen, die die Menschen einfach immer beschäftigen, es geht, wie so oft, um „Liebe“, aber auch um „Freiheit“ (persönliche wie auch politische), um die „lieben Mitmen-schen“, um die Möglichkeiten, mit den „Widrigkeiten des täglichen Lebens“ (Stolpersteine) umzugehen, wie auch „um unsere „Modderesproech“ (Muttersprache) bzw. auch um uns Öcher im Allgemeinen.“  
  Die verwendeten musikalischen Stile beinhalten Country-/Folk-/Blues-/Rock- wie auch Pop-Ele-mente, bis hin zu moderneren Singer-/Songwriter-Einflüssen. Genau verorten lässt sich sein Musikstil nicht, die einen sagen es ist Öcher Country-Folk oder kurz „AIX-Folk. Er selber sagt „es sind „die jet anger Leddchere op Öcher Platt (etwas anderen Lieder auf Öcher Platt) met Hazz än Siel“ (mit Herz und Seele). Aber eigentlich ist die genaue Verortung des musikalischen Genres nicht so wichtig, denn wer Udo S. einmal gehört hat, weiß worum es geht: Lieder auf Öcher Platt aus dem „Heij än Jetz“ (Hier und Jetzt).
  Dieses Wohnzimmerkonzert ist eine Premiere seiner neuen Lieder, die deutlich gegenwartsbezoge-ner und zeitkritischer sind als bisher. Er singt und spielt auf der Bass-Cajaon sitzend und mit einem Sizzle Board, dazu die Akustikgitarre.
  Die Projektgruppe Malabon lädt alle Öcher und Nicht-Öcher und alle diejenigen, die gerne Öcher Mentalität und Sprache pflegen und kennenlernen möchten zu diesem Konzert ein, das sicherlich in den Köpfen vieler Besucher in Erinnerung bleiben wird. Es ist altersunabhängig und gerade die Gegen-wartsbezogenheit der Lieder soll aber auch verstärkt jüngere Menschen anregen, sich etwas mehr mit dem Öcher Platt und vielleicht auch mit der Arbeit der Projektgruppe Malabon auseinander zu setzen.
  Das Konzert findet statt am 24. Nov. 2019 um 18.30 Uhr auf Burg Rode, Herzogenrath. (Zugang zur Burg über die Burgstraße).
  Der Eintritt ist frei. Um eine Spende für die Arbeit der Projektgruppe wird gebeten.
Liedbeispiele unter: http://www.udo-s.eu

  Neue Nachrichten von Father Boy
  Er hat uns nicht nur ein Bild der neuen  Lehrerin Christina Salo (sie arbeitet seit 2015 in unserem Projekt, nachdem die ehemalige Lehrerin Joy auf die Insel Bohol gezogen ist) geschickt, sondern auch Bilder und Videos der Straßenkinder. Auf unsere  Fragen hin schreibt er folgendes:
  "Die Lehrerin Christina unterrichtet jeden Samstag, um noch Defizite bei den Straßenkindern aufzuarbeiten.
  Mit dem Ernährungsprogramm sind wir sehr erfolgreich; alle Kinder haben jetzt Normalgewicht.
Unsere  Straßenkinder sind zwischen 3 und 6 Jahre alt. 48 unser bisher 60  Kinder gehen in den Kin-dergarten/Vorschule. 12 kommen jetzt in die 1. Klasse der Grundschule und verlassen dann das Programm. Unser Ziel ist es, sie für die Grundlagen im Lesen, Schreiben und Rechnen vorzubereiten und ihnen ebenfalls Grundlagen der englischen Sprache beizubringen. In den öffentlichen Schulen fehlt es einer guten Anzahl von Grundschülern an grundlegenden Kenntnissen in geschriebenem und gesprochenem Englisch. Wenn die Defizite nicht behoben werden, werden sie als geringfügig  qualifi-ziert Lernende eingestuft.
  Wir erhöhen in diesem Schuljahr die Zahl unserer Straßenkinder auf 100.
  (Bezügliche der Auswahl der Kinder schreibt Fr. Boy): die Kinder werden von der Ernährungsbera-terin des barangay (Gemeinde), die auch unsere Koordinatorin ist, ausgewählt. Sie wählt die Kinder nach dem Grad der Unterernährung aus, unabhängig davon, ob ich die Eltern kenne oder nicht, unabhängig von ihrer Religion.
  Die Auszubildenden in unserem Trainingsprogramm auf Bohol sind jetzt zu 90%  Facharbeiter und haben einen Job, denn wir berücksichtigen den Arbeitsmarkt , bevor wir die Schulungen durchführen.
Ferner vermitteln wir Wertebildung und Arbeitsmoral vor dem Training. Diejenigen, die nach dem Training nicht arbeiten, sind einfach Faulpelze, deshalb sortieren wir sie aus. (Bilder und Aussagen der Auszubildenden weiter unter).
  Das  Regierungsstipendium für Collegeschüler (es werden in diesem Schuljahr erstmalig die Stu-diengebühren unserer Scholars übernommen), wird jährlich verlängert, wenn Haushaltsmittel zur Verfügung stehen. Dies gilt für diejenigen, die an staatlichen Schulen studieren. Wir müssen dann Daten über das Einkommen der Eltern vorlegen. Der diesrährige  Kongress hat allerdings den Bildungshaushalt für das nächste Geschäftsjahr gekürzt. So bleibt es abzuwarten, wie es im nächsten  Schuljahr aussieht.

  Fr. Boy schreibt zu den Auszubildenden in Taglibaran auf Bohol:
"Begünstigte in unserem Programm sind z.Z. Müllsammler*innen aus Tagbilaran. Diese Menschen mögen zwar arm sein, aber sie haben große Hoffnungen und Träume, nicht nur für sich selbst, sondern auch für ihre Familien. Unsere Aufgabe ist es, ihnen die Möglichkeit zu geben, die Fähigkeiten zu erlernen, um ein geregeltes Einkommen zu erzielen. Wir beziehen alle mit ein, unabhängig von ihrer Relegion, denn Armut kennt keine Religion."
  Die Betroffenen schreiben: "Wir sind glücklich, dass wir eine neue Richtung in unserem Lebenbekommen haben... neues Leben für unsere Familien."

  Wir haben leider eine schlechte Nachricht von den Philippinen erhalten. Eine unserer besten und erfolg-reichsten Scholars, Hiyas Pan-gyirihan, ist heute nach langer Leidenszeit ihrem Krebsleiden erlegen.  
Hiyas war zu ihrer aktiven Zeit als Scholar (1990-94) und später bis zuletzt eine große Hilfe für die aktuellen und vorherigen Schüler als rechte Hand von Sister Dina Santos immer present. Hiyas war lei-tende Angestellte bei der Zen-tralbank der Philippinen. 2010 hatte unser Mitglied Franz Flüggen sie dort besuchen dürfen und Videos mit ihr und Kollegen gemacht.

Großes Sommerfest auf dem Gelände der NaturFreunde in Merkstein
  Am Samstag, 22. Juni, startet um 15 Uhr das große Sommerfest auf dem Gelände der NaturFreunde (NF) Herzogenrath-Merkstein in der Comeniusstraße 9 in Merkstein. In bewährter Manier wird die Veranstal-tung organisiert von den NF in Zusammenarbeit mit der „Projektgruppe Malabon und Dritte Welt e.V.“ und des Bezirks der „IG Bauen, Agrar, Umwelt“ – finanziell unterstützt von der Sparkasse Aachen. Neu ist in diesem Jahr die Einbeziehung der Sonnenwendfeier des NF-Bezirks in den Nachmittag /Abend.        Information und Unterhaltung ist die Devise: Es gibt Infostände der „Projektgruppe Malabon“ mit fair gehandelten Mangoprodukten und philippinischen, vegetarischen Frühlingsröllchen, der „IG Bau“ zur Gewerkschaftsarbeit; das „Müttercafe“ von „moliri“ und den NF ist mit einer „Apfelschälaktion“ nicht nur für Kinder mit dabei. Der NF-Vorsitzende Bruno Barth erläutert die Bedeutung der Sonnenwendfeier und es werden kleine Anerkennungspreise verliehen für die Teilnehmer*, die bei der Eröffnungsveranstaltung zum „WasserWeg Wurm“ der NF am 19. Mai  beim Quiz die richtige Lösung eingereicht haben.
  Das Bühnenprogramm beginnt mit einem Tanzauftritten der OGS der Grundschule Alt-Merkstein und des TSC Tanzsportclubs Herzogenrath-Merkstein e.V.. Musik ist zu hören von Udo S, der Lieder in Aachener Mundart – heiter bis kritisch – darbietet; von der Musikgruppe der NF-Eschweiler mit einer „Reise um die Welt“ und dem Volksmusikorchester Merkstein. Das Programm endet mit dem Entzünden des Sonnenwendfeuers. Und natürlich gehört zu jedem Sommerfest der NF eine Kuchentheke, Kaltge-tränke und Leckeres zu „naturfreundlichen Preisen“.
  Das untenstehende Foto mit dem Ankündigungsplakat zeigt v.l.n.r.: Dirk Führen (Sparkasse Aachen), Bruno Barth (NaturFreunde), Thomas Krumscheid (IG Bau) und Herbert Schmerz (Projektgruppe Malabon). (Foto: Dieter Wefers).

  
  15.06.2019
  Liebe Malabonfreunde,
  wir kommen soeben (16:00 Uhr) von der Scheckübergabe in unserer Partnerschule Luise-Hensel-Realschule AC-Burtscheid.

Im Rahmen des Schulfestes zum 130jährigen Bestehen der Schule wurde uns ein Scheck überreicht; der Betrag ist das Ergebnis des Malabon-Benefiz-Laufes um Ostern, den die Schule seit vielen Jahren durchführt.
Und nun die Überraschung: 1.500€!!!
  Damit hatten wir nicht gerechnet.
  Wir danken Michael Höbig, Leiter der Realschule, den Lehrern, Lehrerinnen und Eltern, allen Spen-dern und natürlich ganz besonders den Schülern und Schülerinnen, die diesen Betrag erlaufen haben!


  Arman Cruz schickt uns ne-benstehende Fotos von der Abschiedsmesse für unseren langjährigen Arzt Dr. Fidel

Celebrating the Life well Served...
           +Doc Fidel Siochi
Necrological service and Holy Mass offered by the Projektgruppe Malabon Foundation, presided by Fr. Boy Biliran Jr., with Scholars and Parents...
InUrnment 9am on 13 April (Sat) at columbary.
Special Thanks for the Sto. Rosario Youth Choir
  
  Unsere Mitstreiterin der ersten Stunde, Dina Lerma-Santos, kurz Sis. Dina, schickte uns heute (9/4/2019) folgende kurze Nachricht:

Our volunteer doctor from 1987 until he got sick in 2018 passed to eternal life today. Rest in peace Dr. Fidel Siochi.
You gave your  Sunday mornings to help the poor people of Dampalit, Malabon, through your service!

  Wir verneigen und bedanken uns bei einem großartigen Menschen und Bruder, der seit Beginn unserer Arbeit in den Slums von Malabon bis zuletzt im Alter von 83 Jahren fast jeden Sonntag unentgeltlich in unse-rem Basisgesundheitshaus die Be-dürftigen untersucht und ihnen geholfen hat.
  
  Nachdem wir aus den Medien von den fürchterlichen Ausmas-sen, die der Tropensturm Idai, der am 14. März zunächst auf die Küste Mosambiks traf und dann seine zerstörerischen Bahnen in das Landesinnere und weiter zog, haben wir uns entschlossen, an MISEREOR 1.000€ als Katastrophenhilfe zu überweisen.
  Heute (9/4/2019) bekamen wir von MISEREOR nebenste-hendes Dankesschreiben und Bestätigung unserer Überwei-sung.

  Unser ehemaliger Schüler Prof. Arman Cruz schickt uns erste Bilder unserer neuen Ärztin Dr. Anna (hinter dem Tisch rechts sitzend) bei ihrer Arbeit im Basisgesundheits-haus. Auf dem Bild regelmäßige Untersuchung unserer Straßenkinder.

  Auch wir konnten uns im letz-ten Jahr für eine großzügige Zuwendung von 840,00€ freuen.
Vielen Dank an "HS-ein Kreis hilft".
EREIGNISSE 2018
 
  Fr. Boys Antwort auf unsere Weihnachtswünsche
  The lesson of having open hands and sharing with others is not just a lesson for kids! As adults, God calls us to share with those in need and to live a generous life. Sharing does not only bless those we give to but it blesses us as well! You will never know a full and joyful life until you are able to give out of generosity and shares what God has.
  Blessings come emotionally, spiritually, and physically from sharing what God has given you.
(Ephesians 4:28)

  Die Lektion, offene Hände zu haben und mit anderen zu teilen, ist nicht nur eine Lektion für Kinder! Als Erwachsene ruft uns Gott auf, mit den Bedürftigen zu teilen und ein großzügiges Leben zu führen. Teilen segnet nicht nur diejenigen, denen wir geben, sondern segnet auch uns! Du wirst nie ein erfülltes und freudiges Leben erleben, bis du in der Lage bist, aus Großzügigkeit zu geben und zu teilen, was Gott hat.
  Segnungen kommen emotional, spirituell und physisch vom Teilen dessen, was Gott dir gegeben hat. (Epheser 4,28)
 
  Sis Dina schreibt
  Thank you to Dr. Fidel Siochi for his untiring service to the people of Dampalit, Malabon, through PROJEKT GRUPPE MALABON, for 30 years! Let us pray for his healing!
  und weiter:
  Let us welcome our new volunteer doctor Dr. Analissa Catacutan at Projekt Gruppe Malabon Free Clinic, at Sto Rosario Parish, Dampalit, Malabon!
 new clinic schedule : 1:00-3:00 p.m., every 1st & last Saturdays of the month.


  Auch in diesem Jahr haben unsere Straßenkinder eine Christmas-Party mit Geschen-ken, Spielen und Essen gefei-ert. Fr. Boy hat uns nebenste-hende Bilder und Videos geschickt

Der neue und alte Vorstand nach der Mitgliederversammlung am 11.12.2018


  Fr. Boy schickte uns Ende Oktober folgende Nachricht
  "Wir (Projektgruppe Malabon) werden am 17. November um 18 Uhr den renommierten nationalen "Gintong Parangal 2018 Award" (Golden Award) erhalten. Es gab viele Nominierungen, aber wir wurden als Preisträger von "Gintong Parangal 2018" ausgewählt, weil wir in den letzten 30 Jahren das Leben vieler Menschen nachhaltig verändert haben."
  Hier die Übersetzung des untenstehenden Preises (eine Glasstehle):

KASAMA INC.
erteilt hiermit folgenden
SONDERPREIS
an die PROJEKTGRUPPE MALABON

in Anerkennung ihrer engagierten Einsätze bei der Durchführung von medizinischen Maßnahmen, der Stipendienvergabe durch ihre deutschen Stifter und des Engagements für Selbsthilfeprogramme zugunsten der Armen in Malabon.
Verliehen anlässlich  der Gintong Parangal 2018 Awards Night am 17. November 2018 in der Stadt Malabon.

  SuMi:05.12.2018
  Gemeinschaftssinn zahlte sich aus
  Gemeindeausschuss von St. Pankratius Beggendorf ver-       teilte Erlös des Erntedankfestes
  Baesweiler. Ein gelungenes und geselliges Beggendorfer Ernte-dankfest, auf dem Hof Roosen ausgerichtet von Mitgliedern des Gemeindeausschusses von St. Pankratius, sorgte auch noch ein paar Wochen später für strahlende Gesichter im Dorf. Der Auf-wand hat sich nämlich für den Beggendorfer Kindergarten, die örtliche Grundschule sowie für die in der Region schon seit gut drei Jahrzehnten tätige Projektgruppe Malabon gelohnt. Letztere sowie die Fördervereine der beiden Beggendorfer Einrichtungen, die neben Karnevalisten aus dem Dorf auch tatkräftig beim Ernte-dankfest mitgeholfen haben, können sich vom gut vierstelligen Erlös des Erntedankfestes, den Dieter Jansen (l.) gerecht verteil-te, noch vor Weihnachten Wünsche erfüllen. Für den Beggendorfer Nachwuchs könnte das zum Beispiel einen Theaterbesuch bedeu-ten, wie schon bei der ganz genau dreigeteilten Übergabe des Erlöses zu vernehmen war. Herbert Schmerz, Vorsitzender der Projektgruppe Malabon, die jüngst wieder auf den Philippinen für ihr wohltätiges Engagement ausgezeichnet wurde, möchte das Geld nutzen, um in dem vom Verein unterstützten Stadtteil von Manila die Versorgungslage einiger Schützlinge zu verbessern. Foto: Stephan Tribbels

  
  Was für eine Erfolgsstory
Unsere ehemalige Schülerin Mae, die 2002 am Mater Dei College in Tubigon graduierte, ist jetzt als Dr. Mae Angelia Evardo Dekanin am "College of Education of Bohol Island State University".
Liebe Mae, im Namen der Projektgruppe Malabon und Dritte Welt e.V. "CONGRATULATION, WE ARE PROUD OF YOU AND HAPPY WITH YOU".
Maligayang pagbati!
Ipinagmamalaki namin ang iyong tagumpay. Umaasa lahat para sa iyong hinaharap.

Father Boy hat uns ein Video geschickt, das das regelmäßig stattfindende Wiegen der Stras-senkinder in Tondo zeigt. Nach einem Jahr haben alle Kinder ein normales Gewicht dank auch der regelmäßigen Mahlzei-ten, die von uns bezahlt wer-den.

  Unser Schriftführer Dieter Wefers schreibt zum Konzert der "Singing Ambassadors":

  Liebe Malabonfreunde,
  obwohl die Ankündigung in der Presse  (unserem Engagement zum Trotz) hundsmiserabel war, obwohl die  Sommerferien schon begonnen hatten, obwohl dieTemperaturen bei  herrlichem Sommerwetter in Richtung 30°C tendierten , die Kirche St. Josef in Herzogenrath-Straß war wider unserer Befürchtung wirklich gut gefüllt.
  Der Sonntagsgottesdienst, gehalten  von Pfarrer Hermann van den Berg („Bobby“), wies als Besonderheit auf, dass statt einer Predigt ein „Interview“ mit Herbert zur Geschichte, den  Zielen und der Zukunft unserer Projekt-gruppe geführt wurde. Damit wurde  den Gottesdienstbesuchern, die uns noch nicht (so gut) kannten, deutlich, warum wir neben MISEREOR bei der Veranstaltung auftraten.
  Die zweite Besonderheit: Der Chor "The University of the Philippines Singing Ambassadors (UPSA)" trat als Mit-gestalter des Gottesdienstes auf.
  Nach Beendigung desselben traten nur  ganz wenige Besucher den Heimweg an. Die, die blieben, hatten  Gele-genheit, noch gut eine weitere Stunde dem Chor zu lauschen. Und das  war ein phantastisches, unvergessliches Erlebnis! Auf allerhöchstem  Niveau wurde ein Reigen unterschiedlichster Gesänge dargeboten – international Be-kanntes bis zu hier selten oder nie gehörten  philippinische Weisen. Hin- und mitreißend das Engagement und die ansteckende Spielfreude der Protagonisten! Standing Ovations und die Bitte nach Zugaben konnten da nicht ausbleiben.
  Zum Abschluss mischten sich die  Sängerinnen und Sänger unter das begeisterte Publikum und  verabschiedeten sich von jedem Einzelnen, mit Worten, Freundschaftsgesten und Umarmungen, dankten sogar den Zuhörern, die ja  eher für dieses besondere Sonntagsgeschenk zu Dank verpflichtet waren!  Wahre Botschafter ihres Landes!



Konzert der Extraklasse in St. Josef
Der weltbekannte Chor „Singing Ambassadors“ der Universität der Philippinen gastiert in Herzogenrath-Straß

  Auf seiner Europa Tournee tritt der berühmte Chor auf Einladung von Misereor und der Projektgruppe Malabon in der Kirche der Gemeinde St. Josef im Rahmen der Reihe „5 vor 12“ auf.
  In jahrzehntelangem unerschütterlichem musikalischem und kulturellem Engagement unter der Leitung des Gründers und Dirigenten Dr. Ed Manguiat feiern die Singing Ambassadors der Universität der Philippinen (UPSA) dieses Jahr ihr 38-jähriges Jubiläum. Als Höhepunkt ihrer Feierlichkeiten startet die UPSA eine 3-monatige europäische Wettbewerbs- und Konzertreise unter dem Titel "Musique Sans Frontières" (Musik ohne Grenzen). Dieses übergreifende Thema spiegelt die vielschichtige Mission der Gruppe in diesem Jahr treffend wider. Während die Gruppe ihre Vision, philippinische Kultur und Talente erfolgreich zu fördern und mehrseitige Verbindungen auf der ganzen Welt zu stärken, gezielt einsetzt, schöpft sie ihre Kraft aus ihrem nimmer ermüdenden Glauben an die transformative und allumfassende Macht der Musik . Immer wieder hat die Musik ihre wundersame Fähigkeit bewiesen, Völker zu vereinen und soziale Barrieren oder "Grenzen" zu überwinden.
  Durch ihre hochkarätigen musikalischen Fähigkeiten mit ihrem unverwechelbaren Klang wollen die Singing Ambassadors das Image des Landes und der philippinischen Gemeinschaften auf den Bühnen der Welt zu verbessern.
  Die UPSA sind bereit, ihre musikalischen Fähigkeiten erneut in Europa, in ihren Augen die uralte Wiege der musikalischen Spitzenleistungen, unter Beweis zu stellen. Sie sind stolz darauf, die Philippinen bei vier europä-ischen Chorwettbewerben (in Berlin, Alicante, Florenz und dem renommier-testen Wettbewerb in Arezzo) zu vertreten, die zwischen Juli und August stattfinden.
  Die UPSA haben nicht nur fünf Grand-Prix Preise und dreiundzwanzig Top-Preise von ihren letzten Europatourneen mit nach Hause gebracht , sie wurden auch als  wirkungsvoller Verfechter der Nord-Süd-Solidarität auf der Ebene von Musik, Kultur und darüber hinaus bejubelt.
  UPSA führt Aktivitäten durch, um mit ihrer Musik die unbegrenzten Mög-lichkeiten zu nutzen, das Leben der Menschen zu berühren.
  Die Notwendigkeit, die Mitverantwortung für kulturelle Vielfalt und mensch-liche Entwicklung in dieser einen Welt zu fördern, bleibt ein Kernziel der UPSA. Es ist ihnen gelungen, Aktivitäten zu verfolgen, die die Identitätsbil-dung und Integration der philippinischen Diaspora in Europa erleichtern und Brücken über den Nord-Süd-, aber auch den Süd-Süd-Graben schlagen, durch Musik, und die mit ihren Konzerten verbundenen Bindungsmöglichkei-ten und Workshops. Verschiedene Zusammenarbeiten mit Gemeindevorste-hern, NGOs und anderen Entwicklungsorganisationen in Europa ermöglich-ten ein Brainstorming von Projekten, um die UPSA-Tour zu einer lohnenden Erfahrung zu machen. Möge dieses Jahr noch einmal von solchen Erfolgen sprechen.
  Das Benefizkonzert findet statt in und nach dem 11.00 Uhr Gottesdienst. Der Eintritt ist frei, um eine Spende zugunsten der Projektarbeit von Misereor und der Projektgruppe Malabon auf den Philippinen wird gebeten.

  
  Arman Vicencio Cruz, ehemaliger Schüler und heutiger Professor für Volkswirtschaft, der sich seit vielen Jahren um unser Scholar-ship Programm kümmert, hat am 14. Mai auf Facebook unter
www.facebook.com/arman.v.cruz/ geschrieben und Fotos in seinem Album "Home Visitation of Scholarship Applicants" hinzugefügt:

"Fruitful Sunday Morning...catering the socially disadvantage... Home visits and interview for the scholarship applicants for the Projektgruppe Malabon Foundation... "Education is a potent tool to uplift social & economic development of the marginalized...""

  30.04.2018
  Father Boy schickte am Ende des Schuljahrs einige Bilder und Videos der jährlichen "spiritual recollection" der gegenwärtigen Scholars aus unserem Scholar-ship Programm.
  
  Liebe Malabonfreunde,
anbei möchte ich Post aus Malabon an Euch weiterleiten.
Sister Dina, seit 30 Jahren die Seele unserer Projekte und Koordinatorin der Arbeit im Basisgesund-heitshaus, und Father Boy schreiben uns auf Herberts Anfragen vor Beginn des neuen Schuljahres:

  "Hallo Herbert,
  es ist wirklich schön, wieder von dir zu hören. Ja, Dr. Fidel (hält seit 30 Jahren die sonntägliche Sprechstunde in der ‚Clinic‘) wurde ins Krankenhaus gebracht, weil sie eine Operation an seiner Prostata durchführen mussten. Ihm geht es jetzt sehr gut.
  Da wir uns natürlich rechtzeitig um seine Nachfolge kümmern müssen (Dr. Fidel ist inzwischen 82 Jahre alt) habe ich Ärzte in Malabon gefragt, ob sie in der Clinik auch nur ein- bis zweimal pro Woche helfen können. Dr. Betsy (soviel ich weiß Dr. Fidels Tochter) gab bereits ihr Ja-Wort, hat aber noch nicht angefangen. Gott sei Dank ist Fr. Tim (der neue Priester in der Pfarre Sto. Rosario), der schon zu Zeiten von Fr. Boy in der Pfarrei Messen gelesen hat, sehr froh, dass wir da sind.
  Was Fr. Boy anbelangt, wurde er das letzte Mal wegen seines CPAP-Geräts ins Krankenhaus ge-bracht. Er benutzt es nachts, um mehr Sauerstoff in seinen Körper zu transportieren. Er sagte, er hätte es vorher nicht testen können. Jedenfalls reichte der produzierte Sauerstoff zunächst nicht aus. Er sagte, dass es ihm jetzt viel besser geht und ich denke, dass er fit ist.
  Mir selber geht es nach meiner Pensionierung gut. Ich versuche mich an mein neues Leben mit meiner Tochter Rina, die mit ihrer Cousine in einer anderen Stadt lebt, anzupassen. Wir standen uns vorher sehr nahe, sehen uns jetzt aber kaum. Sie hat ihr eigenes unabhängiges Leben. Ihr jetziger Freund  ist Engländer. Er hat etwa 15 Jahren in Manila gelebt, während sein Vater in der britischen Botschaft arbeitete, also weiß er, wie es auf den Philippinen ist. Heute ist er jedoch in London ansässig.
  Ich bin bestrebt, mindestens einmal im Monat in die Klinik gehe. Wir haben ältere Patienten, die regelmäßig kommen sowie neue, in der Regel Kinder. Wir bestellen monatlich die Medikamente über Fr. Boy. Freiwillige Helfer in der Clinic sind neben Dr. Fidel Eltern derjenigen Scholars, die bereits graduiert sind und die aktuellen.
  Es stimmt, das Leben in diesem Land ist ziemlich schwierig, wie ihr in den Nachrichten sehen könnt. Wenn der Präsident eine Person nicht mag, stellt er nur sicher, dass sie entweder aus der Regierung entfernt oder aus dem Landes gebracht wird! Die Steuern sind zwar gesunken, aber die Preise für den Lebensunterhalt sind stark gestiegen! Vor allem die Preise für Reis, Benzin, Konserven. So ist es für die Armen sehr schwierig, mit dem auszukommen, was von ihrem Verdienst übrigbleibt.
  Gott segne euch für eure unermüdliche Unterstützung der Armen in Malabon
Dina

Und Father Boy schreibt:

  Hallo Herbert, schön, von dir zu hören. Zufällig halten wir heute die geistige Rückbesinnung („spirital recollection“) unserer Scholars aus Malabon ab. Wir beginnen um 7:30 Uhr. Du hast mich auf die Idee gebracht, einen Videoclip und Bilder von jedem von ihnen zu machen und euch zu schicken.
  Ja, Herbert, du hast recht, die Zeiten haben sich geändert. Es ist an der Zeit, dass wir unsere be-währten Werten und unserer Kultur an die heutige Generation anpassen müssen. Ich versuche, un-seren Scholars Werte wie Dankbarkeit gegenüber Gott und Menschen wie den Mitgliedern und Unter-stützern der Projektgruppe Malabon zu vermitteln, die Er als Transportweg Seiner Gnaden auswählt, dazu den Wert der Großzügigkeit, den sie durch "Vorauszahlung" annehmen könnten (gemeint ist wohl, dass wir das Geld für das Schulproramm im Voraus zahlen). Dies ist der Multiplikatoreffekt unserer Bemühungen, da sie auf ihre Weise unsere Empfehlungen fortsetzen.
 Ich habe mit mehreren Ärzten gesprochen und sie sind angetan von unserer Mission, aber noch nicht bereit genug, um in der Klinik mitzuarbeiten. Aber es gibt keinen guten Grund, aufzugeben. Ich werde weitersuchen, bis ich einen gefunden habe.
  Unsere Ausbildungsprogramme in Maribojoc (auf der Insel Bohol) sind ein Erfolg und alles hat sich wie geplant entwickelt. Da wir vielen Menschen in Maribojoc geholfen haben, spiele ich mit der Idee, das Programm auf eine andere Stadt auf Bohol  (gemeint ist Loboc) im nächsten Jahr auszudehnen, die dringend Qualifizierungs- und Existenzgründungsprogramme benötigt und natürlich mit dem gleichen Budget, das wir haben. Ist das ok für euch?
  Von den bisher 60 unterernährten Straßenkindern, die wir mit einer warmen Mahlzeit versorgt ha-ben, haben alle außer drei das Normalgewicht erreicht. Ich habe unsere Koordinatorin gebeten, diese drei untersuchen zu lassen. Es ist möglich, dass sie Lungentuberkulose oder andere Krankheiten haben.
  Ich werde demnächst nach Bohol fliegen, um dort unsere derzeitigen und zukünftigen Scholars zu treffen. In ein paar Wochen oder früher werde ich euch das Update geben.
  Es ist gut zu wissen, dass es dir gut geht. Unsere Körper werden zwar älter, aber unser Geist bleibt sehr lebendig, weil wir einen Sinn und Zweck in unserem Leben gefunden haben, der uns weiter an-treibt. Ich fühle mich gesundheitlich wieder gut. Wir werden so lange wie möglich weitermachen.
Grüße an dich und die Projektgruppe.
Fr. Boy"
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